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"Alle materiellen Resourcen sind begrenzt.
Nur die menschliche Kreativität ist unbegrenzt."

Diesen Spruch sah ich vor einigen Jahren über dem Eingang eines koreanischen Stahlwerkes. Er gibt sehr gut wieder, wie ich Kreativität sehe: als einen der wichtigsten menschlichen Werte, als die Eigenschaft, die unser Fortbestehen sichern kann.
Mit Kreativität meine ich hier nicht bildnerisches oder musikalisches Schaffen, sondern Kreativität beim Lösen technischer Probleme, bei der Gestaltung von Produkten und Abläufen. Es geht um jenes "um-die-Ecke-Denken", das es Erfindern ermöglicht, mit überraschenden, völlig neuen Lösungen hervorzutreten. Es geht um die Fähigkeit, ungewöhnliche Ideen zu produzieren, zu Erkennen, was an einem traditionellen Konzept die Weiterentwicklung behindert, um jenes Quentchen "Intuition", das man an der Universität bisher nicht lernt.
 
Oft wird Kreativität als geheimnisvolle Gabe betrachtet, die man "einfach hat" oder eben auch nicht. Genauso wie viele Menschen glauben, sie seien unmusikalisch, halten sich viele auch für nicht kreativ. Für sie habe ich eine gute Nachricht:

Kreativität kann man lernen!


Es gibt zum Glück Techniken und Methoden, um mehr und originellere Ideen zu erzeugen, die Sichtweise auf Fragestellungen zu ändern und Blockaden zu beseitigen. Einige ausgewählte Methoden werden hier kurz vorgestellt. Bitte folgen Sie den Links zu TRIZ/ARIZ, Denkwerkzeuge oder Intuition.
 

Warum ist es eigentlich so schwer, originelle und neuartige Ideen willentlich zu produzieren?

Wir denken mit neuronalen Strukturen, die von bestimmten Informationen aktiviert werden. Häufig benutzte Strukturen sind leicht zu aktivieren, selten benutzte haben eine deutlich höhere Reizschwelle. Unser Hirn ist ein System zur Erkennung, Verarbeitung und Speicherung von Informationsmustern. Wenn ein bestimmtes Muster erkannt wird, kann kein zweites Muster im gleichen Moment daneben existieren. Das sorgt oft dafür, dass eine Denkroutine startet, die die empfangenen Informationen auf gewohnte Art verarbeitet und so keine neuen Ideen liefert. Die unbewussten Assoziationen zu einem Fachbegriff sind hierfür ein klassisches Beispiel. 

Unser Hirn ist kein Computer, der nach einem präzisen Programm arbeitet. Es reagiert auf Einflüsse aus der Umwelt nicht immer gleich, sondern je nach Kontext,  körperlichem Befinden, emotionaler Grundstimmung, Reihenfolge des Eintreffens der Informationen u.ä. andersartig. Der selbe Reiz löst im Hirn nicht immer denselben Ablauf aus. Das können wir uns zunutze machen, um aus gewohnten Denkmustern auszubrechen.