Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

TRIZ und ARIZ sind russische Akronyme, die sinngemäß übersetzt für "Theorie des wissenschaftlichen Erfindens" und "Algorithmus des wissenschaftlichen Erfindens" stehen.  Die Methode wurde von dem russischen Ingenieur Genrich Saulowitsch Altschuller entwickelt, der bei seiner Arbeit im Patentamt auffällige Gemeinsamkeiten verschiedener technischer Problemlösungen wahrnahm und daraus einen Katalog von Standardwidersprüchen und Standardlösungen entwickelte.

Um diesen Katalog (die "Widerspruchsmatrix") anwenden zu können, muß das technische Problem vorher stark abstrahiert werden. Fachbegriffe verschwinden (vielleicht wußte auch Altschuller schon von den unbewußten Assoziationen, die uns Lösungswege aufzwingen können), aus "der schwere, schnell bewegte Wagen kann nicht rechtzeitig gebremst werden" würde z.B. "Widerspruch zwischen Masse und Geschwindigkeit des Objektes". Die Widerspruchsmatrix liefert hierfür die Prinzipien

2 - Abtrennung

8 - Gegenmasse

15 - Dynamisierung

38 - Anwendung starker Oxidationsmittel

wobei mir in diesem Fall "Gegenmasse" und "Dynamisierung" erfolgversprechend scheinen.

 

Ein anderer Bestandteil der Methode ist die Verschärfung des technischen Widerspruchs zu einem physikalischen Widerspruch, also aus "Objekt A ist für den Prozess nötig, verschlechtert aber durch seine Anwesenheit die Ausbeute/Qualität/Geschwindigkeit" wird "Objekt A muß da sein und darf nicht da sein". Immer wenn solch eine Verschärfung möglich ist, können Separationsprinzipien angewendet werden, die die vorher unmögliche Koexistenz beider Zustände im Raum oder der Zeit erlauben. Dies hat sich in meiner Praxis als eine der stärksten Methoden erwiesen.

Es gibt viele weitere Bestandteile dieser Methode, deren Erklärung den Rahmen sprengen würde. Unter Links finden Sie Seiten, bei denen Sie umfassende Informationen erhalten können.